Rekonstruktive Extremitätenchirurgie

Im Team Rekonstruktive Chirurgie an der Klinik für Unfallchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover wird unter der Leitung von PD Dr. med. Philipp Mommsen ein breites Leistungsspektrum zur Behandlung von angeborenen Fehlstellungen und erworbenen, komplexen Folgezuständen nach Unfällen im Bereich der Extremitäten angeboten.

Hierzu zählen u.a. O- oder X-Fehlstellungen im Bereich der Beine, Gelenkdeformitäten sowie Beinlängenunterschiede. Weitere Schwerpunkte stellen die Versorgung nicht-heilender Knochenbrüche (sog. Pseudarthrosen) sowie Knochen- und Weichteilinfekte dar. Wir nutzen hierbei innovative Behandlungs- und Operationsverfahren inklusive minimal-invasiver chirurgischer Techniken. Zur Korrektur von Achsfehlstellungen verwenden wir z.B. in allen drei Raumebenen verstellbare äußere Spanner (sog. Hexapod-Fixateur), die Computer-gestützt programmiert werden. Dadurch kann eine gradgenaue Korrektur der Beinachse erreicht werden. Desweiteren kommen zur Behandlung von Beinlängenunterschieden Teleskop-Marknägel der neuesten Generation zur Anwendung. Über deren Magnet-gesteuerten Verlängerungsmechanismus ist ein millimetergenauer Beinlängenausgleich möglich. Im Rahmen der Therapie von nicht-heilenden Knochenbrüchen stehen außerdem neuste Behandlungskonzepte zur Verfügung. Diese beinhalten u.a. die Therapie mit Stammzellen und speziellen Wachstumsfaktoren, die die Knochenbruchheilung gezielt stimulieren. Desweiteren bieten wir die prothetische Versorgung von Gelenken an, die infolge von Unfällen nicht wiederherstellbare Knorpel-Knochen-Schäden aufweisen. Durch unsere Kooperation mit der Abteilung für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover ist auch die Behandlung ausgedehnter Haut- und Weichteildefekte möglich, die im Verlauf einer Weichteildeckung mittels aufwendiger Lappenplastiken benötigen.