Endo- / Exoprothetik

Häufig kommt es bei Patienten nach einer Gliedmaßenamputation und der Versorgung mittels einer weichteilgeführten Schaftprothese zu vielfältigen Problemen, wie u.a. starkem Schwitzen, Schmerzen oder auch fehlender Stabilität beim Tragen ihrer Prothese, was letztlich zu einer nicht zufriedenstellenden Rehabilitationssituation führt.
Seit Februar 2017 beschäftigen wir uns in der Sektion für Endo-Exo-Prothetik unter der Leitung von Herrn Dr. med. H.-H. Aschoff intensiv mit dem Schwerpunkt der Nachbehandlung von Ober- und Unterschenkelamputationen. Als alternative Versorgungsmöglichkeit zu einer Rehabilitation mittels einer herkömmlichen Schaftprothese, bieten wir Ihnen das "ENDO-EXO-Prothesenversorgungskonzept nach Grundei“ an. Hierbei handelt es sich um eine knochengeführte Prothese (Metallstiel), die operativ eingesetzt und über einen Haut-/Weichteildurchtritt ausgeleitet wird.

Dr. med. H.-H. Aschoff ist weltweit auf dem Gebiet der Endo-Exo-Prothetik einer der wenigen Spezialisten, der sich praktisch als auch wissenschaftlich seit mehr als 15 Jahren mit dieser Thematik beschäftigt hat. Er kann mittlerweile auf die Erfahrung von mehr als 150 versorgten Patienten mit hoher Patientenzufriedenheit zurückblicken. Diese Art der Prothesenversorgung ermöglicht Ihnen wieder eine aktive Teilnahme an allen Bereichen Ihres Lebens. Sie vermeidet die häufig auftretenden Probleme der herkömmlichen Schaftprothesen und hilft Ihnen, nahezu ihre ursprüngliche Mobilität wieder zu erlangen. Dies spiegelt sich in vielen Punkten wie u.a. dem Gangbild, dem Tragekomfort und letztlich in Ihrer Zufriedenheit wieder. Wir freuen uns Sie in unserer Sprechstunde für Amputationsverletzungen persönlich kennen zu lernen.

Gerne stehen wir Ihnen mit unserem interdisziplinären Team bei jeglicher Art von Fragen und Problemstellungen rund um Ihre Amputation zur Verfügung.

Behandlung & Nachsorge

Ablauf

Ablauf

Um dieses Verfahren anwenden zu können, sind im Vorfeld einige Schritte notwendig. Zunächst vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde für Amputationsverletzungen. Hier lernen Sie unsere Spezialisten auf diesem Gebiet Dr. med. Horst H. Aschoff und Dr. M. Örgel persönlich kennen und wir können uns ein Bild von Ihrer Krankengeschichte sowie Ihren Beschwerden machen. Hieran schließt sich die Durchführung der individuellen Diagnostik (Röntgenbilder, Computertomografie etc.) durch unsere erfahrenen Mitarbeiter an. Nach Zusammenschau der einzelnen Untersuchungsergebnisse können wir gemeinsam die optimale Behandlungsform für Sie finden. Dies beinhaltet nicht immer die Indikationsstellung für eine Operation. Wir bieten auch alternative Therapiemöglichkeiten an. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen der Medizinischen Hochschule Hannover, wie u.a. dem Schmerzdienst oder der Psychosomatik. So können wir Ihren Heilungsprozess optimal begleiten und Ihnen ein Höchstmaß an individueller Medizin anbieten.

Endo-Exoprothetik

Endo-Exoprothetik

Das „ENDO-Exoprothesenversorgungskonzept nach Grundei“ – was steckt dahinter?

Hierbei handelt es sich um eine knochengeführte Prothese, die im Rahmen einer zweizeitigen Operation implantiert (eingebracht) und über eine Hautdurchtrittsstelle ausgeleitet wird. Im ersten Operationsschritt erfolgt die knöcherne Implantation (Einbringen) des Endomoduls (Metallstiel) mit anschließender Einheilungsphase im Knochen für insgesamt 6 Wochen, sodass sich eine möglichst feste und stabile Verbindung zwischen Knochen und Prothese ausbildet. Zwischenzeitlich wird nach ca. 2-4 Wochen in einem zweiten Operationsschritt eine Hautdurchtrittsstelle (Stoma) an der Stumpfspitze angelegt, über welches die Prothese (Exomodul) durch verschiedene Bauteile gekoppelt werden kann. Für letzteres arbeiten wir sehr eng mit zwei großen orthopädietechnischen Firmen aus Hannover zusammen. Das speziell geschulte, orthopädietechnische Personal verfügt über entsprechende Fachkenntnisse um Sie in der Nachbehandlung intensiv und fürsorglich zu betreuen.